Börse Frankfurt

Händler, Makler, Spezialisten, Skontroführer

Wie funktioniert Börse?

Nach dem Bodenbelag ist der Handel mit menschlicher Unterstützung benannt: Der Parketthandel mit Hilfe des Xetra Frankfurt Specialist.


  • Händler – meist Vertreter der Investmentbanken
  • Freimakler, die Handelsgeschäfte zwischen Banken vermitteln und Eigengeschäfte tätigen
  • Spezialisten, die die Ausführung von Aufträgen in Xetra untersützen.

Mittlerweile wird aber der Großteil der Orders nicht mehr auf dem Parkett abgewickelt, sondern vollelektronisch über die Handelsplattform Xetra. Fast alle an der Börse Frankfurt notierten Aktien können auf Xetra gehandelt werden. Im Mai 2011 ist außerdem der Handel von allen Wertpapieren auf die Handelsplattform Xetra überführt worden. Die Skontroführer sind jetzt Spezialisten, geblieben ist der Faktor Mensch. Spezialisten sind aber, anders als Skontroführer, nicht öffentlich-rechtlich verpflichtet, sondern vom Träger der Börse beauftragt, Liquidität bereitzustellen. 
  

Quotes im Parketthandel


Die Spezialisten stellen für die von ihnen betreuten Wertpapiere – das sind unverbindliche wahrscheinliche Ausführungspreise, die dem Markt als Orientierung dienen – und überwachen die Ausführung. Die Preise werden von Xetra berechnet. Als Grundlage dient dabei das Orderbuch, in dem alle vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträge zusammenlaufen. Dabei ist für jedes Wertpapier nur ein Spezialist zuständig.

Spezialisten im Aktienhandel


An der Börse Frankfurt stehen die Spezialisten im Wettbewerb zueinander. Seit August 2011 wird ihre Performance gemessen. Betrachtet werden bei der Performancemessung die Quotierungs- und Ausführungsqualitäten. Erstere bezieht sich darauf, wie schnell und kontinuierlich Quotes gestellt werden und wie groß die Handelsspannen sind; letzteres darauf, wie schnell die Spezialisten Orders ausführen, ob sie wirtschaftlich sinnlose Teilausführung vermeiden und auch wirklich innerhalb der gestellten Spanne bleiben.

Spezialisten im Anleihenhandel


An der Börse Frankfurt werden gut 26.000 Anleihen inländischer und ausländischer Emittenten fortlaufend gehandelt. Spezialisten stellen die Peise und führen eingehende Aufträge aus.

Fonds und Zertifikate an der Börse


Konkret geht das im Fondshandel so: Für die Berechnung der Preisindikation bei Fonds berücksichtigen die Spezialisten die aktuelle Orderbuchsituation, bei Fonds den Rückkaufwert der Emittenten. Haupteinflussgröße ist jedoch die Bezugsgröße des Fonds, seine Benchmark. Mit Hilfe der historischen Wechselbeziehung kann der jeweils gültige Preis eines Fonds vom aktuellen Stand seiner Bezugsgröße abgeleitet werden. Bei Anlage- und Hebelprodukten basieren die Preisindikationen auf den Emittentenquotes. Marktplatz ist die europäische Zertifikatebörse Scoach an der Börse Frankfurt. Dort können sie vollelektronisch oder nach dem Spezialistenmodell gehandelt werden. Bei letzterem führen die Spezialisten die Aufträge innerhalb der Emittenten-Quotes aus und überwachen die Stopp-Limits.

Bei den verbrieften Derivaten finden etwa 95 Prozent des Handels zwischen Investoren und Emittenen statt. Die Spezialisten stellen also ein wichtiges Bindeglied zwischen den beiden Gruppen dar. Sie haben gemeinsam das Smart Commitment vereinbart, das Qualität und Transparenz im Handel mit strukturierten Wertpapieren gewährleistet.

Diese Unternehmen arbeiten als Spezialisten


  • Baader Bank AG
  • Bankhaus Main AG
  • Close Brothers Seydler Bank AG
  • equinet Aktiengesellschaft
  • Hellwig Wertpapierhandelsbank GmbH
  • ICF Kursmakler AG
  • mwb fairtrade Wertpapierhandelbank AG
  • N.M. Fleischhacker AG
  • Peter Koch GmbH Wertpapierhandelsbank
  • Renell Wertpapierhandelsbank AG
  • Rolf Brauburger Kursmakler GmbH
  • Scheich & Partner Börsenmakler GmbH
  • Schnigge Wertpapierhandelsbank AG
  • Tradegate AG Wertpapierhandelsbank
  • Tri Trade Wertpapierhandels GmbH
  • Walter Ludwig Wertpapierhandels GmbH
  • Wolfgang Steubing AG Wertpapierdienstleister

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