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Börse Frankfurt

ROUNDUP 2: US-Arbeitsmarkt setzt Aufwärtstrend trotz leichter Schwäche fort

04.05.2012 15:27

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    WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Arbeitsmarkt hat seinen moderaten
Aufwärtstrend im April fortgesetzt. Zwar enttäuschte der Jobaufbau mit einem
Zuwachs um lediglich 115.000 Stellen, wie aus Zahlen des US-Handelsministeriums
vom Freitag hervorgeht. Die Arbeitslosenquote, die insbesondere von der
amerikanischen Notenbank Fed besonders beäugt wird, gab aber weiter nach. Sie
sank um 0,1 Punkte auf 8,1 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit Anfang 2009.

    Aber auch vom Stellenmarkt gab es positive Nachrichten: So wurde der
Beschäftigungsaufbau für die Monate Februar und März stärker ausgewiesen als
bisher. Anstatt eines Zuwachses um 360.000 Stellen ergibt sich nun ein Plus von
insgesamt 413.000 Jobs. Zudem ist der aktuelle Job-Aufbau stärker als noch im
Sommer vergangenen Jahres. Seinerzeit hatten die Zuwächse teils deutlich unter
100.000 Stellen gelegen.

    Dennoch zeigen die Zahlen für April, dass die Dynamik am Jobmarkt etwas
nachlässt. Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch bei den Dienstleistern fiel
der Jobaufbau schwächer aus. "Angesichts der besseren Ergebnisse in den beiden
Vormonaten ist der Bericht zwar nicht enttäuschend", kommentierte
Dekabank-Experte Rudolf Besch. "Der Stellenaufbau von 115.000 Jobs im April ist
aber vergleichsweise schwach." Der Ökonom wies aber auch darauf hin, dass sich
von Dezember bis Februar ein Stellenplus von durchschnittlich 250.000 Stellen
ergebe. "Derart starke Zuwächse können sich nicht jeden Monat einstellen."

    Auch bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) war von einem nur
moderaten Stellenaufbau die Rede. Zudem sei der Rückgang der Arbeitslosenquote
vor allem einem sinkenden Angebot an Arbeitskräften geschuldet. Enttäuscht
zeigte sich Dekabank-Experte Besch unterdessen von der stagnierenden
Lohnentwicklung, die kein gutes Zeichen für den wichtigen privaten Konsum sei.
Die Stundenlöhne verharrten im April auf ihrem Vormonatsstand. Auch die
durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb konstant bei 34,5 Stunden.

    An den Finanzmärkten sorgte der Arbeitsmarktbericht wie zumeist für kräftige
Ausschläge. Der deutsche Aktienmarkt reagierte mit deutlichen Verlusten, während
sichere Anlagen wie Staatsanleihen aus Deutschland und den USA Zulauf erhielten.
Der Euro legte zu und stieg auf 1,3150 Dollar./bgf/jsl



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