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Börse Frankfurt

Aktien New York: Knapp im Plus - US-Daten stützen trotz Neuwahlen in Athen

15.05.2012 19:51

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    NEW YORK (dpa-AFX) - In einem weiterhin von hoher Unsicherheit geprägten
Börsenumfeld haben sich die wichtigsten US-Indizes am Dienstag zumindest etwas
stabilisiert. Im Spannungsfeld der in Athen gescheiterten Regierungsbildung
sowie positiver Wirtschaftsdaten lag der Dow Jones Industrial  zuletzt
moderat mit 0,10 Prozent im Plus bei 12.708,03 Punkten, nachdem er am Vortag
erstmals seit Ende Januar wieder unter 12.700 Punkten geschlossen hatte. Der
breiter gefasste S&P-500-Index  gewann 0,08 Prozent auf 1.339,38
Punkte. An der Nasdaq fiel das Plus etwas deutlicher aus: Der Composite-Index
 stieg um 0,58 Prozent auf 2.919,44 Punkte und für den Auswahlindex
Nasdaq 100  ging es um 0,59 Prozent auf 2.605,52 Punkte nach oben.

    Im Fokus der Anleger blieben wie zuletzt die Unsicherheiten um die
Schuldenkrise in Europa: In Griechenland ist die Regierungsbildung nun endgültig
gescheitert - ein Sprecher des Staatspräsidenten Karolos Papoulias hatte am
Nachmittag Neuwahlen angekündigt. In New York schlugen sich die Indizes aber
besser als ihre europäischen Pendants, die von den Meldungen aus Athen ins Minus
gezogen wurden. Positive Konjunkturdaten hätten den Abwärtssog an der Wall
Street aufgefangen, hieß es am Markt. "Es scheint, als könnten sich die
US-Märkte ein wenig von Europa abkoppeln", sagte Händlerin Dafni Serdari vom
Brokerhaus Intertrader. Sowohl die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im
Bundesstaat New York als auch die Stimmung am Häusermarkt hatte sich im Mai
überraschend deutlich aufgehellt.

    Zu den größten Gewinnern zählten in New York die zuletzt besonders schwachen
Finanzwerte. Spitzenwert im Dow Jones waren die Papiere von JPMorgan ,
die sich mit einem Aufschlag von rund drei Prozent auf 36,85 US-Dollar von ihrem
jüngsten Kursrutsch erholten. Nach dem milliardenschweren Spekulationsverlust
hatten die Titel an den vergangenen beiden Handelstagen den größten Kursverlust
seit drei Jahren erlitten. Die Aktien der Bank of America  waren mit
plus 1,22 Prozent auf 7,44 Dollar zweitbester Indexwert.

    Am Ende des Kursbarometers zu finden waren derweil die Aktien von Home Depot
 . Nach der Zahlenvorlage büßten sie 1,36 Prozent auf 49,20
Dollar ein. Die Baumarktkette hatte zum Jahresauftakt dank des schönen Wetters
ihren Umsatz und ihr Ergebnis gesteigert und daraufhin die Jahresziele
angehoben. Experten hatten allerdings mit einem optimistischeren Gewinnausblick
gerechnet. 

    Unter den Nebenwerten ließ der Rückzug einer Milliarden-Offerte die
Avon-Papiere   um rund zehn Prozent auf 18,63 Dollar
einbrechen. Da der Kosmetikkonzern nicht bereit war, über das auf 10,7
Milliarden Dollar aufgebesserte Übernahmeangebot der deutschen
Milliardärsfamilie Reimann zu verhandeln, zog diese das Gebot jetzt zurück.
Nachdem Avon sich zwei Monate lang vor Gesprächen gedrückt habe, sei es Zeit,
andere Möglichkeiten zu verfolgen, hieß es in einem Brief an die Amerikaner. 

    Dagegen bescherten gute Zahlen den Groupon-Titeln  einen kräftigen
Satz nach oben: Die Titel schnellten um 13,50 Prozent auf 13,21 Dollar hoch. Das
Schnäppchenportal arbeitet sich langsam aus der Verlustzone heraus: Unter dem
Strich blieb zwar ein Verlust, erstmals seit zwei Jahren gab es aber zumindest
einen operativen Gewinn zu vermelden. Die Resultate fielen deutlich besser aus
als von Analysten erwartet./tih/he


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