WOCHENAUSBLICK: 'Grexit' und Konjunktursorgen halten Börse weiter in Atem
25.05.2012 17:07
Anzeige
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Abschluss der positiv verlaufenen Berichtssaison bei den Dax-Unternehmenund dem starken Wirtschaftswachstum im Auftaktquartal sollte der deutsche Aktienmarkt in der neuen Woche weitgehend stabil bleiben. Die Diskussionen um den Austritt Griechenlands aus der Eurozone, den sogenannten "Grexit", dürften die Anleger jedoch auch in der Pfingstwoche weiterhin begleiten. Neue Nervosität schürte nicht zuletzt die Meldung, dass die Euro-Länder an Notfallplänen für ein mögliches Ausscheiden der Hellenen aus dem Euro arbeiten. Für trübe Stimmung sorgte auch die Forderung nach Eurobonds, die Deutschland weiterhin ablehnt. Mit Spannung wird daher auf den Ausgang der am 17. Juni anstehenden Neuwahlen in dem krisengeplagten Land geschaut. "Abgesehen von jederzeit möglichen technischen Gegenreaktionen rechnen wir angesichts der massiven politischen Risiken im Umfeld der Mitte Juni stattfindenden Neuwahlen in Griechenland mit einer anhaltend schwachen Kurstendenz und raten zunächst weiter zur Zurückhaltung", schreiben daher die Experten der Landesbank Berlin. Bis dahin dürfte die Risikoscheu hoch bleiben und die Bundesanleihen werden wohl in der Nähe ihrer Allzeittiefs rentieren, sind sich die Volkswirte der Commerzbank und der Landesbank Hessen-Thüringen einig. Analyst Jörg Heineke von Tao Capital hat jedoch Hoffnung, dass sich die Euro-Partner, allen voran Deutschland und Frankreich, nach dem EU-Sondergipfel vom vergangenen Mittwoch bald auf eine gemeinsame Wachstumspolitik einigen können und das Vertrauen langsam in die Märkte zurückkehrt. US-ARBEITSMARKTBERICHT AM FREITAG Nach dem Abschluss der Berichtssaison dürfte die neue Handelswoche eher ruhig verlaufen, zumal die Börsen in Österreich, der Schweiz und den USA feiertagsbedingt am Pfingstmontag geschlossen bleiben. In Deutschland jedoch wird an diesem Tag gehandelt. In den USA stehen mit dem ISM-Index und dem Arbeitsmarktbericht am Freitag die beiden Schwergewichte unter den Konjunkturindikatoren an. Am Mittwoch veröffentlicht China Konjunkturdaten. In beiden Ländern rechnen Marktexperten mit einer "stabilen Entwicklung". Zudem könnten die Einkaufsmanager-Indizes der USA und China zeigen, ob sich die Konjunktur auch in den wichtigsten Absatzmärkten für Öl und Metalle abschwächt./hosmh/la/he --- Von Marc Henkes, dpa-AFX ---
