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Börse Frankfurt

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwach - Neuwahlen in Griechenland belasten

15.05.2012 22:35

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    NEW YORK (dpa-AFX) - In einem von der Unsicherheit geprägten Börsenumfeld
haben die US-Börsen am Dienstag zum dritten Mal in Folge mit Verlusten
geschlossen. Nach einem über weite Strecken freundlichen Handel setzte sich die
Sorge um die Eurozone am Ende doch noch gegen positive Wirtschaftsdaten aus den
USA als Kurstreiber durch. Die gescheiterte Regierungsbildung in Athen drückte
den Dow Jones Industrial  eine Stunde vor Schluss ins Minus. Der
Leitindex ging 0,50 Prozent tiefer bei 12.632,00 Punkten und damit auf dem
tiefsten Stand seit fast vier Monaten über die Ziellinie. Der S&P-500-Index
 verlor 0,57 Prozent auf 1.330,66 Punkte. An der Nasdaq büßte der
Composite-Index  0,30 Prozent auf 2.893,76 Punkte ein. Der
Auswahlindex Nasdaq 100  verlor 0,37 Prozent auf 2.580,75 Punkte.

    An den Märkten blieb wie zuletzt die Schuldenkrise in Europa das
dominierende Thema. Die Ankündigung von Neuwahlen in Griechenland sorgte wieder
für wachsende Verunsicherung, nachdem die Regierungsbildung in dem
südeuropäischen Land nun endgültig gescheitert ist. Nervöse Reaktionen an den
europäischen Handelsplätzen und ein deutlich nachgebender Euro waren die Folge.
Lange Zeit konnten sich die US-Börsen dabei dank positiver Konjunktursignale
gegen den Abwärtssog aus Europa stemmen, bevor die Anleger letztendlich aber
dann doch der Mut verließ. Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im
Bundesstaat New York hatte sich im Mai überraschend deutlich aufgehellt.

JPMORGAN ERHOLEN SICH - HOME DEPOT NACH ZAHLEN SCHWACH

    Die Spitze im Dow Jones nahmen bis zuletzt die Papiere von JPMorgan
 mit einem Aufschlag von 1,26 Prozent auf 36,24 US-Dollar ein. Sie
erholten sich damit von ihrem jüngsten Kursrutsch, den ihnen ein
milliardenschwerer Spekulationsverlust eingebrockt hatte. Die Titel hatten
deshalb an den vergangenen beiden Handelstagen den größten Kursverlust seit drei
Jahren erlitten. Lange Zeit ebenfalls vorne dabei, drehten die Aktien der Bank
of America  dagegen mit dem Markt ins Minus ab. Zuletzt gaben sie um
0,68 Prozent auf 7,30 Dollar nach. 

    Weit hinten im Kursbarometer zu finden waren dagegen die Aktien von Home
Depot  . Nach der Zahlenvorlage büßten sie 2,43 Prozent auf
48,67 Dollar ein. Die Baumarktkette hatte zum Jahresauftakt dank des schönen
Wetters ihren Umsatz und ihr Ergebnis gesteigert und daraufhin die Jahresziele
angehoben. Experten hatten allerdings mit einem optimistischeren Gewinnausblick
gerechnet. Des weiteren gehörten die Titel von Alcoa  mit minus 2,35
Prozent zu den größten Verlierern und Hewlett-Packard  büßten als
Schlusslicht rund zweieinhalb Prozent ein. 

GROUPON NACH ZAHLEN GEFRAGT

    Unter den Nebenwerten ließ der Rückzug einer Milliarden-Offerte die
Avon-Papiere   um rund zehn Prozent auf 18,71 Dollar absacken.
Da der Kosmetikkonzern nicht bereit war, über ein aufgebessertes Angebot der
deutschen Milliardärsfamilie Reimann zu verhandeln, hatte dieser die Offerte
gänzlich zurückgezogen. Nachdem Avon sich zwei Monate lang vor Gesprächen
gedrückt habe, sei es Zeit, andere Möglichkeiten zu verfolgen, hieß es in einem
Brief an die Amerikaner. 

    Dagegen bescherten gute Zahlen den Groupon-Titeln  ein Plus von
fast fünf Prozent auf 12,17 Dollar. Zeitweise waren sie zuvor aber auch schon um
bis zu 30 Prozent in die Höhe geschnellt, bevor die Gewinne immer weiter dahin
bröckelten. Das Schnäppchenportal arbeitet sich langsam aus der Verlustzone
heraus: Unter dem Strich war zwar ein Verlust geblieben, erstmals seit zwei
Jahren gab es aber zumindest einen operativen Gewinn zu vermelden. Die Resultate
waren deutlich besser ausgefallen als von Analysten erwartet./tih/he


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