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Börse Frankfurt

dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Erneut schwächer erwartet

16.05.2012 07:37

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    FRANKFURT (dpa-AFX)
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AKTIEN
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DEUTSCHLAND: - ERNEUT SCHWÄCHER ERWARTET - Belastet von anhaltender Unsicherheit
um Europa dürfte der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch erneut schwächer in den
Handel starten. Finspreads taxierte den Dax  am Morgen 0,74 Prozent
tiefer bei 6.354 Punkten. Der Leitindex war am Vortag mit minus 0,79 Prozent auf
den tiefsten Schlusskurs seit Mitte Januar gesackt. Angesichts der weiter
steigenden Sorgen um Griechenland und Europa hielten sich die Anleger fern von
Aktien, sagte Stratege Stan Shamu von IG Markets. In Griechenland stehen nun
Neuwahlen an und ein Euro-Austritt ist möglich. Die Gemeinschaftswährung gebe
mit ihrer anhaltenden Schwäche bei nur noch 1,27 US-Dollar die negative Richtung
vor, ergänzte ein Börsianer. Die Vorgabe aus Übersse ist auch negativ:  Der
Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial  verlor 0,66 Prozent
seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Die asiatischen Börsen stehen auch unter
Druck. Der Tokioter Nikkei 225 fiel auf den tiefsten Stand seit Ende Januar.
Während die Berichtssaison in Deutschland ausklingt, stehen noch die Zahlen von
EADS zum ersten Quartal im Blick. Bei den Konjunkturdaten steht die
Industrieproduktion in den USA am Nachmittag im Fokus der Finanzmärkte. Zuvor
könnte die BIP-Schätzung für Italien noch Impulse geben.

USA: - VERLUSTE - In einem von der Unsicherheit geprägten Börsenumfeld haben die
US-Börsen am Dienstag zum dritten Mal in Folge mit Verlusten geschlossen. Nach
einem über weite Strecken freundlichen Handel setzte sich die Sorge um die
Eurozone am Ende doch noch gegen positive Wirtschaftsdaten aus den USA als
Kurstreiber durch. Die gescheiterte Regierungsbildung in Athen drückte den Dow
Jones Industrial  eine Stunde vor Schluss ins Minus. Wie zuletzt blieb
die Schuldenkrise in Europa das dominierende Thema. Die Ankündigung von
Neuwahlen in Griechenland sorgte wieder für wachsende Verunsicherung, nachdem
die Regierungsbildung in dem südeuropäischen Land nun endgültig gescheitert ist.
Nervöse Reaktionen an den europäischen Handelsplätzen und ein deutlich
nachgebender Euro waren die Folge. Lange Zeit konnten sich die US-Börsen dabei
dank positiver Konjunktursignale gegen den Abwärtssog aus Europa stemmen, bevor
die Anleger letztendlich aber dann doch der Mut verließ. Die Stimmung des
Verarbeitenden Gewerbes im Bundesstaat New York hatte sich im Mai überraschend
deutlich aufgehellt.

JAPAN: - SCHWACH - Die Börse in Tokio hat am Mittwoch Verluste verzeichnet. Die
nötigen Neuwahlen in Griechenland schürten die Sorgen vor einem ausstieg des
Landes aus der Euro-Zone, hieß es. Die am Vortag für gescheitert erklärte
Regierungsbildung hatte die Märkte in Europa und den USA bereits belastet. 

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DAX                  6.401,06            -0,79%              
XDAX                6.372,02            -0,87%              
EuroSTOXX 50  2.178,67            -1,06%              
Stoxx50            2.311,34            -0,57%              

DJIA                12.632,00           -0,50%              
S&P 500           1.330,66            -0,57%              
NASDAQ 100    2.580,75            -0,37%              

Nikkei               8.770,19            -1,47% 
°


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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
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RENTEN: - SICHERHEIT GEFRAGT-  Anleger dürften auch am Mittwoch sichere Anlagen
wie insbesondere deutsche Staatsanleihen  bevorzugen. Vor allem
die unsichere Lage in der europäischen Schuldenkrise angesichts von Neuwahlen in
Griechenland dürfte die Nachfrage nach Bundesanleihen stützen. Am Primärmarkt
treten zur Wochenmitte die beiden größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und
Frankreich mit Versteigerungen in Erscheinung. Fundamental dürften vor allem
Zahlen zur US-Industrieproduktion auf Interesse stoßen.


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Bund-Future          143,42              -0,08%              
T-Note-Future       133,48              -0,07%              
T-Bond-Future       146,72              -0,20%
°

DEVISEN: - EURO FÄLLT BIS 1,2700 US-DOLLAR - Der Euro hat sich im asiatischen
Handel zur Wochenmitte weiter auf dem tiefsten Niveau seit vier Monaten bewegt.
Die gescheiterte Regierungsbildung in Griechenland und die damit nötigen
Neuwahlen hatten die Märkte bereits am Dienstagnachmittag unter Druck gesetzt.
Zuletzt stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2716 US-Dollar, nachdem sie zuvor
bis auf 1,2700  Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den
Referenzkurs am Dienstagmittag noch auf 1,2843 (Montag: 1,2863) Dollar
festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7786 (0,7774) Euro. 

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(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD           1,2717              -0,15%              
USD/Yen             80,39               +0,18%              
Euro/Yen            102,22              +0,03%
°

ROHÖL - PREISE WEITER SCHWACH - Die Ölpreise haben zur Wochenmitte abermals
stark nachgegeben. Während US-Rohöl zurzeit so wenig wie seit etwa einem halben
Jahr nicht mehr kostet, rangiert die Nordseesorte Brent in der Nähe eines
Drei-Monats-Tiefs. Experten nennen zwei große Belastungsfaktoren am Ölmarkt. Zum
einen sorgt die europäische Schuldenkrise und insbesondere die brisante Lage in
Griechenland für Unsicherheit unter Investoren. Zum anderen werden die aktuell
sehr großen Lagerbestände an Rohöl genannt. In den USA liegen die Vorräte
zurzeit so hoch wie seit gut 20 Jahren nicht mehr. Am Mittwochnachmittag wird
das US-Energieministerium neue Zahlen veröffentlichen.

Brent 111,16 -1,08 USD (7:15 Uhr)

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/rum



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