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Börse Frankfurt

Aktien Frankfurt Schluss: Dax sehr schwach nach US-Jobdaten

04.05.2012 18:28

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten und vor
wichtigen politischen Wahlen in Frankreich und Griechenland hat der deutsche
Aktienmarkt am Freitag kräftig nachgegeben. "Bei so viel Unsicherheit haben sich
viele Anleger lieber aus dem Markt zurückgezogen", sagte ein Händler. Der
Leitindex Dax  büßte 1,99 Prozent auf 6.561,47 Punkte ein und verlor
damit auf Wochensicht 3,4 Prozent. Der MDax  gab um 2,41 Prozent auf
10.588,95 Punkte nach und der TecDax  sank um 1,81 Prozent auf 781,53
Punkte.

    In den USA waren im April mit 115.000 Stellen deutlich weniger Jobs
geschaffen worden als erwartet. Zudem stehen am Wochenende wichtige
Wahlentscheidungen an. In Frankreich zeichnet sich nach 17 Jahren konservativer
Herrschaft ein Machtwechsel ab. In Griechenland stehen die Wähler vor dem
Dilemma "Fortsetzung der extrem schmerzhaften Reformen oder Bankrott". Robert
Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank , sagte: "Der
Mai macht seinem Ruf alle Ehre." Dennoch glaubt er, "Merkollande muss nicht
schlechter funktionieren als Merkozy".

LINDE SCHWACH

    Nach der Zahlenflut vom Vortag war die Agenda zum Wochenabschluss mit
Quartalsberichten von Linde , Wacker Chemie  und Morphosys
 deutlich übersichtlicher. Der Industriegase-Spezialist und
Anlagenbauer Linde war vor allem dank der weiter großen Nachfrage in Asien und
Amerika mit Umsatz- und Gewinnzuwachs ins neue Jahr gestartet. Für die WestLB
waren die Ergebnisse zwar solide, mittelfristig sieht sie aber nur noch geringes
Potenzial für die Aktie. Das Papier sank um 1,17 Prozent. 

    Am Dax-Ende lagen die Eon -Papiere, nachdem der Versorger seine
Dividende von je einem Euro pro Aktie ausschüttete. Die Papiere der Munich Re
 waren vor stark erwarteten Zahlen am kommenden Dienstag mit plus 0,42
Prozent stärkster Dax-Wert.

   WACKER CHEMIE VERLIEREN SECHS PROZENT

Die Papiere von Wacker Chemie  im MDax büßten 6,05 Prozent ein und
gaben damit ihre kräftigen Vortagesgewinne mehr als ab. Der
Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern war verhalten in das laufende Jahr
gestartet und enttäuschte so manchen Anleger. Gagfah  dagegen sprangen
am Nachmittag an die MDax-Spitze und legten um knapp ein Prozent zu, nachdem das
Rückkaufangebot für eigene Aktien großen Anklang gefunden hatte und mit 6,70
Euro das obere Ende der Preisspanne erreicht worden war.

    Gigaset  rutschten belastet von einer Schiedsklage durch Evonik um
etwas mehr als zehn Prozent ab und Centrotherm  büßten nach schwachen
Zahlen sogar fast 18 Prozent ein und markierten ein Rekordtief. 

DEUTLICHES MINUS AUCH IN USA UND NEW YORK

    Der EuroStoxx 50  verlor 1,69 Prozent auf 2248,34 Punkte und auch
die Leitindizes in Paris und London schlossen sehr schwach. In den USA sank der
Dow Jones Industrial  zum europäischen Börsenschluss um etwas mehr als
ein Prozent. 

    Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite
börsennotierter Bundeswertpapiere auf dem Vortagswert von 1,31 Prozent. Der
Rentenindex Rex  blieb bei 133,04 Punkten, während der Bund-Future
 um 0,23 Prozent auf 142,07 Punkte stieg. Der Euro 
gab bis zum Abend nach und schwankte um die Marke von 1,31 US-Dollar. Die
Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3132 (Donnerstag:
1,3123) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7615 (0,7620) Euro./ck/he

    --- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---


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