Aktien Frankfurt Ausblick: Freundlich im ruhigen, impulsarmen Feiertagshandel
17.05.2012 08:21
Anzeige
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Feiertag Christi Himmelfahrt dürfte dem deutschen
Aktienmarkt einen freundlichen und zugleich sehr ruhigen, nachrichtenarmen
Handel bescheren. Der Dax wird etwas fester erwartet: Eine Dreiviertelstunde vor
Börsenstart ging es im X-Dax als außerbörslichen Indikator für den deutschen
Leitindex um 0,46 Prozent nach oben auf 6.413 Punkte. Impulse könnten im
Handelsverlauf vor allem aus Spanien kommen, da dort weitere Anleihe-Auktionen
anstehen. Zudem dürften am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA das
Marktgeschehen bestimmen. Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf
Arbeitslosenhilfe stehen mehrere Frühindikatoren, darunter auch der
Philly-Fed-Index, auf der Agenda.
Die Vorgaben der Börsen aus Übersee sind tendenziell eher freundlich:
Während die Märkte in Asien überwiegend zulegten, gewann der Future auf den Dow
Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vorabend moderat hinzu. In
Europa bleiben zahlreiche Börsen wegen des Feiertags geschlossen, an den
wichtigen Märkten in London und Frankreich wird allerdings ebenso wie in
Deutschland gehandelt.
DÜNNE NACHRICHTENLAGE
Kursbewegende Unternehmensnachrichten gibt es bislang keine. Dass Till
Reuter Chef des Roboter- und Anlagenbauers Kuka bleibe, nachdem sein
bis April 2015 verlängert wurde, dürfte Händlern zufolge ebenso wenig bewegen
wie die Wahl von Ex-Allianzvorstand Joachim Faber zum neuen Aufsichtsratschef
der Deutschen Börse.
Allenfalls Analystenkommentare könnten für Bewegung sorgen. So dürften die
Aktien von Ströer nach den am Vortag vorgelegten Quartalszahlen von
negativen Kommentaren der Citigroup und von Morgan Stanley belastet werden. Laut
Händlern senkte die Citigroup die Aktie von "Buy" auf "Neutral" und Morgan
Stanley senkte das Kursziele von 15,00 auf 11,50 Euro, beließ aber die
Anlageeinschätzung bei "Equal-weight". Dass die Bank Berenberg dagegen die Aktie
des im SDax notierten Außenwerbe-Unternehmens von "Sell" auf "Hold"
anhob, dürfte da wenig helfen, zumal das Kursziel gleichzeitig von 12,80 auf
10,80 Euro gesenkt worden war. Ströer hatte am Mittwoch erneut mit seinen
Quartalszahlen enttäuscht, was die Papiere um etwas mehr als 15 Prozent hatte
abstürzen lassen.
Barclays senkte Händlern zufolge zudem die Kursziele der Allianz sowie von
Centrotherm und SMA Solar. Dies sei aber kaum kursrelevant, hieß es, zumal die
Anlageurteile für Allianz mit "Overweight" und für die beiden Solartitel mit
"Equal-weight" beibehalten wurden.
Zahlreiche Unternehmen werden zudem ex Dividende gehandelt, so etwa die
Deutsche Börse und BMW im Dax oder Leoni , Celesio
, Wacker Chemie und ElringKlinger im MDax./ck/rum
