Eurozone: Einkaufsmanagerindex sinkt stärker als zunächst berechnet
04.05.2012 10:29
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LONDON (dpa-AFX) - In der Eurozone hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager
im April stärker eingetrübt als zunächst ermittelt. Der Gesamtindex sank von
49,1 Punkten im Vormonat auf 46,7 Zähler, wie das Forschungsunternehmen Markit
am Freitag in London mitteilte. Die Erstschätzung hatte bei 47,4 Punkten gelegen
und wurde damit deutlich nach unten korrigiert. Der wichtige Frühindikator sank
weiter unter die Expansionsschwelle von 50 Zählern, die Wachstum von Kontraktion
trennt.
Sowohl im Dienstleistungssektor als auch in der Industrie gab die Stimmung
im Euroraum deutlich nach. In der größten Euro-Wirtschaft Deutschland fielen die
Indikatoren in beiden Bereichen geringer aus, als in der Erstschätzung
ermittelt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft Frankreich ebenfalls. In Italien
und Spanien - dort wird keine Erstschätzung durchgeführt - trübte sich die
Stimmung noch deutlicher ein.
Ab einem Wert von 50 Punkten deuten die Indikatoren auf einen Anstieg der
wirtschaftlichen Aktivität hin. Liegen die Kennzahlen unter diesem Wert, kann
von einem Rückgang ausgegangen werden.
^Region/Index April Prognose April Vormonat
(endg) (vorl)
EURORAUM
Gesamt 46,7 47,4 47,4 49,1
Verarb. Gew. 45,9 46,0 46,0 47,7
Dienste 47,9 46,9 47,9 49,2
DEUTSCHLAND
Verarb. Gew. 46,2 46,3 46,3 48,4
Dienste 52,2 52,6 52,6 52,1
FRANKREICH
Verarb. Gew. 46,9 47,3 47,3 46,7
Dienste 45,2 46,4 46,4 50,1
ITALIEN
Verarb. Gew. 43,8 47,1 ---- 47,9
Dienste 42,3 43,7 ---- 44,3
SPANIEN
Verarb. Gew. 43,5 ---- ---- 44,5
Dienste 42,1 ---- ---- 46,3°
(Angaben in Punkten)
/MNI/hbr/jkr
