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Börse Frankfurt

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwach - S&P 500 mit größtem Wochenverlust

04.05.2012 22:30

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Weitere enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt haben
am Freitag erneut auf die Kurse an der Wall Street gedrückt. Die Sorge der
Anleger über eine sich abschwächende Konjunktur in den Vereinigten Staaten nehme
zu, sagten Börsianer. Der Dow Jones Industrial  ging mit einem Abschlag
von 1,27 Prozent auf 13.038,27 Punkte in das Wochenende. Binnen Wochenfrist hat
der Leitindex damit 1,44 Prozent verloren, nachdem der Dow noch am Dienstag auf
den höchsten Stand seit Ende 2007 geklettert war. Der breiter gefasste
S&P-500-Index  sank um 1,61 Prozent auf 1.369,10 Zähler. Der
Wochenverlust im Index beträgt 2,44 Prozent - und ist damit der höchste seit
Jahresbeginn. Abwärts ging es auch für den Nasdaq-Composite-Index ,
der 2,25 Prozent auf 2.956,34 Punkte verlor. Der Auswahlindex Nasdaq 100
 gab um 2,47 Prozent auf 2.637,92 Punkte ab.

    Einige Marktbeobachter befürchten für die US-Börsen bereits ähnlich hohe
Rückschläge wie in den beiden Jahren zuvor, als sich im Frühjahr das
Wirtschaftswachstum abgeschwächt hatte. Im Vergleich zu damals sind die Aktien
aber noch deutlich billiger zu haben - im Schnitt etwa zehn Prozent, wie aus den
Berechnungen eines Vermögensverwalters hervorgeht. 

BANKENWERTE UNTER DRUCK

    In den USA waren im vergangenen Monat weniger Jobs geschaffen worden als
erwartet. Viele Marktbeobachter zeigten sich über die nachlassende Dynamik am
Arbeitsmarkt und das Sinken der Kaufkraft der Amerikaner besorgt. Gleichzeitig
kamen am Markt wieder Hoffnungen auf, dass nun die US-Notenbank Fed nun doch
noch besondere Maßnahmen zur geldpolitischen Lockerung ergreifen könnte, um die
Wirtschaft der Vereinigten Staaten wieder anzukurbeln. "Die Chancen auf ein
drittes Anleihenkaufprogramm (QE3) sind nun wieder gestiegen", sagte ein
Investor. 

    Zu den größten Verlierern im Dow gehörten Bankenwerte: Bank of America
  und JPMorgan   verloren jeweils rund drei
Prozent. Titel von Dow-Mitglied Alcoa   sackten um 2,19 Prozent
auf 9,37 US-Dollar ab. Der Aluminium-Hersteller hat seinen Anteilseignern am Tag
der Hauptversammlung eine Quartalsausschüttung von 0,03 Dollar angekündigt.

LINKEDIN GEHT EINKAUFEN

    Neuigkeiten gab es auf Unternehmensseite auch vom Karriere-Netzwerk LinkedIn
. Der Konzern leistet sich nach einem starken Quartal einen Zukauf.
Für knapp 119 Millionen US-Dollar wird die Plattform SlideShare übernommen, auf
die vor allem Präsentationen hochgeladen werden. Die Aktien schlossen mit einem
Kursplus von 7,21 Prozent auf 117,30 Dollar. Zuvor hatten sie bei 120,63 Dollar
den höchsten Kurs seit ihrem Börsengang im Mai 2011 erreicht.

    Unter den weiteren Einzelwerten standen First Solar  im Fokus.
Produktionskürzungen und eine Verringerung der Belegschaft um 30 Prozent
verursachten den zweiten Quartalsverlust in der Unternehmensgeschichte. Mitte
April hatte der US-Konzern beschlossen, seine Fabrik in Frankfurt/Oder zu
schließen und in Deutschland mehr als 1.200 Stellen zu streichen. In die Zukunft
blickt First Solar aber optimistisch. Die Anteilsscheine sanken um 6,25 Prozent
auf 16,94 Dollar. 

UPS WILL EIGENE AKTIEN ZURÜCKKAUFEN

    Demgegenüber verdiente der vom Staat vor dem Bankrott gerettete
US-Versicherer AIG   im ersten Quartal fast sieben Mal so viel
wie im Vorjahreszeitraum, und alle Kerngeschäfte waren profitabel. Gleichwohl
gab die Aktie um knapp vier Prozent nach. Allerdings hat das Papier auch einen
mehrtägigen Aufwärtskurs hinter sich.

    Der Paketdienst United Parcel Service (UPS)   will für
fünf Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Die angepeilte Übernahme des
niederländischen Wettbewerbers TNT Express <2TN.FSE>  wollen die
Amerikaner zudem nun mit mehr Bargeld als bisher vorgesehen finanzieren. Ferner
sollen die UPS-Aktionäre eine Quartalsdividende von 0,57 Dollar erhalten. Die
Papiere gaben nach zwischenzeitlichen Gewinnen bis Handelsende um ein knappes
halbes Prozent nach.

YAHOO SCHWACH - GROSSAKTIONÄR FORDERT ENTLASSUNG VON UNTERNEHMENSCHEF

   An der Nasdaq verloren die Titel von Yahoo   1,62 Prozent
auf 15,15 Dollar. Der Großaktionär, der den falschen akademischen Abschluss im
Lebenslauf von Konzernchef Scott Thompson aufspürte, fordert jetzt dessen
Entlassung. Der Fondsmanager Dan Loeb verlangte vom Verwaltungsrat des
Internet-Konzerns am Freitag, sich bis Montagmittag von Thompson zu trennen und
Auskunft über den Auswahlprozess bei der Berufung des heutigen Chefs zu
geben./tav/he


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